... meine Rezensionen

Teufelsschlund [Kindle Edition]

von Benedikt Behnke

 

Klappentext / Kurzbeschreibung

Ein Lehrer macht mit einer Klasse einen Auslug an einen See. Es ist ein geheimnisvoller, sagenumwobener Ort. Auf einmal schlägt die Stimmung um. Es wird dunkel, kalt. Den Ich-Erzähler friert. Im nächsten Moment steht er nackt da. Die Gruppe lacht ihn aus. Und der Lehrer lotst ihn in den See ...
"Teufelsschlund" malt dunkle, stimmungsvolle Bilder; eine kafkaeske Kurzgeschichte mit Horroranleihen.

 

 

Inhalt und Umsetzung

Der Autor Behnke bietet zur Zeit drei Kurzgeschichten auf Amazon an. Ich habe sie mir alle heruntergezogen und mit der kürzesten von ihnen ("Teufelsschlund") angefangen, um mich durch seine Werke zu "arbeiten".

Amazon schätzt diese Geschichte auf zwei Seiten. Mehr sind es wohl nicht. Ich lese nicht über ein Kindle-Gerät sondern über den PC. Dort werden 56 Postitionen angegeben.

 

Zum Inhalt will ich nicht mehr sagen, als in der Kurzbeschreibung bereits angegeben ist, sonst würde ich in Gefahr geraten zu spoilern.

 

Orthographie, Interpunktion und Grammatik sind sehr stimmig - immer wieder ein Lichtblick, wenn es sich um Kindle-Produkte handelt. Einmal gibt es eine Worttrennung die unsinnig ist - wahrscheinlich hatte der Autor die automatische Silbentrennung in seinem Textprogramm angeschaltet?

"Außerdem ein Regencape, da-runter einen dicken Pullover [...]"

 

Die Stimmung in der Kurzgeschichte ist düster und vage. Es fehlen weitenteils Beschreibungen. Ich nehme an, dass das so beabsichtigt ist, denn in der Kurzbeschreibung wird mit "kafkaesk" geworben.

 

Dennoch ist die Kürze des Textes in meinen Augen ein Manko. Bis ich mich in den Protagonisten (erste Person Singular, Präsens) eingefunden hatte, war die Erzählung zu Ende. Ein "Nebenbei"-Lesen der Geschichte ist meiner Meinung nach also nicht möglich. Also habe ich noch mal von vorn begonnen - bei der Länge des Textes kein Problem ;o) - und dann erst habe ich die Bedrohung des Protagonisten so richtig erfasst. So was mag ich.

 

Ob man für die wirklich kurze Kurzgeschichte nach Ablauf der kostenlos-Aktion 89 Cent ausgeben möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Mir jedoch hat die Geschichte (nach dem zweiten Lesen) gefallen.

 

 

Fazit

Sehr kurz, vage und düster.